Zeigen Sie alle Antworten | Verstecken Sie alle Antworten
1. Wann sollten Echtholzböden eingebaut werden und unter welchen Voraussetzungen?

Ein Echtholz-Fußboden sollte erst eingebaut werden, nachdem alle anderen Bau- und Dekorationsarbeiten abgeschlossen worden sind. Er sollte den Abschluss der Dekorationsarbeiten darstellen, kurz bevor die Möbel in den Raum zurückkehren. Alle Arbeiten wie der Einbau der Fenster, der Türrahmen, des zentralen Heizungssystems, der Elektroleitungen und die Malerarbeiten sollten abgeschlossen und der Innenraum völlig trocken sein, bevor der Einbau beginnen kann.

2. Welche Vorbereitungsarbeiten sind vor dem Einbau erforderlich?

Die Oberfläche des Unterbodens muss:

  • sauber und trocken sein,
  • eben und gleichmäßig sein, ohne jegliche Spalten,
  • passend sein und einen ausreichenden Wärme-, Feuchtigkeits- und Schallschutz bieten.
3. Welche Fußbodenart ist am besten für Fußbodenheizung geeignet?

Nach Untersuchungen des Fraunhofer Instituts für Holzforschung sind alle Parkettarten für Fußbodenheizung geeignet. Jedoch sind die sorgfältige Planung und der professionelle Einbau der Heizung und des Holzfußbodens unerlässlich. Eine Abdeckung mit einer Kunststofffolie sollte immer zum Schutz gegen Feuchtigkeit verwendet werden. Eine Temperatur von 20 bis 22 Grad ist ideal und sollte an keiner Stelle - auch nicht unter Teppichen - 27 Grad überschreiten.

Während die meisten Echtholzböden perfekt zu einem Fußbodenheizungssystem passen, sollten Hard Maple und Buche vermieden werden. Diese Arten dehnen sich und schrumpfen stärker als andere, was das Risiko der Fugenbildung erhöht.

4. Wie pflegt man einen Holzfußboden?

Eines der wichtigsten Dinge, die man tun sollte, ist es, einen Vorleger vor die Eingangstür zu platzieren. Wasser und Sand, die beim Laufen auf den Fußboden aufgetragen werden, bewirken einen Abschleifungseffekt. Stellen Sie also sicher, dass alle Stuhlbeine und andere Möbel mit Filzschutz ausgestattet sind, um das Zerkratzen des Fußbodens zu vermeiden.

Um zu gewährleisten, dass Ihr Fußboden nicht übermäßig der Feuchtigkeit ausgesetzt ist, wischen sie verschüttetes Wasser gleich weg. Auch Luftfeuchtigkeit kann den Fußboden angreifen; die ideale Luftfeuchtigkeit sollte in einem Raum zwischen 40 und 50 Prozent bei 20 Grad betragen. Im Winter, wenn die Zentralheizung kontinuierlich in Betrieb ist, kann die relative Luftfeuchtigkeit so weit absinken, dass das Parkett übermäßig trocken wird. Um dies zu vermeiden, ziehen Sie eine Investition in Luftbefeuchter in Betracht; sie sind gut für Ihren Fußboden und auch für Ihr Wohlbefinden!

Die Echtholzböden können täglich staubgesaugt und gekehrt werden. Wenn nötig, sollten sie mit einem nicht zu feuchten Tuch oder Wischmob und einem verdünnten Holzfußboden-Putzmittel gereinigt werden.

5. Ist die Härte ein wichtiges Kennzeichen eines Mehrschicht-Holzfußbodens?

Die Härte der Holzsorte, aus der die Oberflächenschicht besteht, kann wichtig sein, wenn Sie den Fußboden in einem viel genutzten Raum einbauen. Die Holzsorten mit einem hohen Brinell-Faktor können der Belastung besser widerstehen als solche mit einem niedrigen Faktor. Wenn Sie unsicher sind, welche Holzsorte am besten geeignet ist, lassen Sie sich von einem Holzfußboden-Fachmann beraten.

6. Ist die Holzfarbe bei der Wahl des Fußbodens wichtig?

Im Allgemeinen gilt, dass hellere Holzsorten wie europäischer Ahorn, Birke, Buche oder kanadischer Ahorn weniger für intensiv genutzte Bereiche geeignet sind. Sie erfordern deutlich mehr Pflege und jeder Schmutzstreifen ist sichtbar. Ein etwas dunklerer Fußboden mit mehr Farbvariationen verzeiht viel mehr. Die Tabelle beinhaltet die verschiedenen Anwendungsbereiche und listet die jeweils geeigneten Holzarten auf:

Holz
(Oberflächen-schicht)
Anwendungsbereich
Diele Küche Wohnzimmer Schlafzimmer Kinderzimmer
Eiche geeignet geeignet geeignet geeignet geeignet
Roteiche geeignet geeignet geeignet geeignet geeignet
Buche
Wärmebehandelte Buche
Buche – nicht empfohlen
Wärmebehandelte Buche – geeignet
Wärmebehandelte Buche - geeignet geeignet geeignet geeignet
Birke
Wärmebehandelte Birke
nicht geeignet Wärmebehandelte Birke - geeignet nicht empfohlen geeignet nicht empfohlen
Esche
Wärmebehandelte Esche
geeignet Wärme-behandelte Esche - geeignet geeignet geeignet geeignet
Kanadischer Ahorn nicht empfohlen nicht empfohlen geeignet geeignet geeignet
Europäischer Ahorn nicht empfohlen nicht empfohlen nicht empfohlen geeignet geeignet
Amerikanische Kirsche nicht empfohlen nicht empfohlen geeignet geeignet geeignet
Merbau geeignet geeignet geeignet geeignet geeignet
Jatoba geeignet geeignet geeignet geeignet geeignet
Iroko (Kambala) nicht empfohlen geeignet geeignet geeignet geeignet
Doussie geeignet geeignet geeignet geeignet geeignet
Wenige geeignet geeignet geeignet geeignet geeignet
Europäischer Walnuss nicht empfohlen nicht empfohlen geeignet geeignet geeignet
7. Welche Einbaumethode ist besser - das traditionelle Klebesystem oder das Verbundsystem ohne Kleber

Sie können jede Methode wählen, aber holen Sie sich zunächst einen professionellen Rat, welche Methode für Ihre spezifischen Anforderungen am besten geeignet ist. Die wichtigsten Optionen sind:

  • Traditionell - das Klebesystem
  • Modern - das Verbundsystem ohne Kleber

Die Tabelle vergleicht die beiden Methoden:

Modern - das Verbundsystem ohne Kleber Traditionell - das Klebesystem
  • Schneller, einfacher Einbau
  • Maximale Festigkeit des Verbunds wird gleich nach dem Zusammenbau erreicht
  • Der Fußboden kann sofort benutzt werden
  • Keine Verwendung von Kleber erforderlich
  • Defekte Teile können einfach ausgetauscht werden
  • Einfacher Zugang zur Bodenoberfläche (erlaubt Reparaturen und Pflege)
  • Der Fußboden passt sich einfach Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen im Raum an
  • Schneller und einfacher Ausbau
  • Das Parkett kann in einem anderen Raum wieder teilweise wieder verwendet werden
  • Der Einbau dauert etwas länger - der Klebstoff muss in Rinnen aufgetragen werden und der überschüssige Klebstoff muss entfernt werden
  • Der Verbund erreicht seine maximale Festigkeit nach der kompletten Trocknung des Klebstoffs
  • Der Fußboden ist nach (mindestens) 12 Stunden begehbar und nach 1 bis 2 Tagen voll benutzbar
  • Einbaufehler können nicht leicht korrigiert werden
  • Klebstoffverwendung ist unverzichtbar
  • Defekte Teile können nicht leicht ausgetauscht werden
  • Korrekte Temperatur und Feuchtigkeit müssen eingehalten werden
  • Schneller und einfacher Abbau ist nicht möglich
  • Der Fußboden kann schlecht wieder verwendet werden
  • In der Regel deutlich längere Lebensdauer bei Massivparkett
8. Ist das Betreten des Fußbodens direkt nach dem Einbau möglich?

Im Fall der klebefreien Methode ja. Vermeiden Sie jedoch die Bereiche, wo der Leim verwendet werden konnte, zum Beispiel beim Einbau von Holzabdeckungen um die Heizungsrohre.

9. Wie entferne ich Flecken vom Fußboden?

Alle Spuren und Flecken sollten unverzüglich entfernt werden, noch bevor sie trockenen können. Verschiedene nützliche Methoden der Fleckenentfernung sind unten aufgeführt:

Flecken und Spuren Entfernungsmethode
Früchte, Milch, Cremes, Bier, Wein, Kaffee, Tee, Saft und andere Getränke Wasser mit einem milden Reinigungsmittel
Schuhpolitur, Öl, Teer, Asphalt, Streifen, verursacht durch Schuhsohlen Weißer Spiritus
Tinte, Kohle, Lippenstift, getrockneter Leim Methylspiritus
Blut Kaltes Wasser
10. Ist es möglich, einen Holzfußboden zu reparieren?

Ja, kleinere Fehler können durch den Einsatz einer Holzfüllung in einer passenden Farbe entfernt bzw. repariert werden. Eine einzelne Platte aus der Mitte der Fußbodenfläche kann ersetzt werden, jedoch sollte diese Art der Reparatur vom qualifizierten Personal ausgeführt werden.